Frühlingskonzert der Singgemeinschaft Gunzendorf
„Schön ist es auf der Welt zu sein!" unter diesem Motto luden wir ein. Es gab ein buntes Melodien-Allerlei. Für jeden Geschmack war da was dabei. Erstmal fing alles auch richtig gut an. Aber dann ...
Die Reinigungskraft kam schon während wir noch sangen und später ist der Chorleiter wortlos gegangen!! War das Konzert denn noch zu retten?
Was würden Sie denn darauf wetten?

Der bunte Melodienstrauß
Die Schönheit der Welt und der Liebe

Im hübsch frühlingshaft geschmückten Gemeinschaftshaus hatten sich bereits farbenfrohe Schmetterlinge auf den bunten Blumenstöckchen im Saal niedergelassen. So stellte sich bei den zahlreichen Gästen gleich die richtige Stimmung ein.

Der Gemischte Chor der Singgemeinschaft Gunzendorf hatte zunächst mit einem fröhlichen „Hello" das Publikum musikalisch begrüßt. Danach wurde mit dem imposanten „Conquest of paradise" gleich mal das Paradies erobert. Den Text hat aber wohl niemand so richtig verstanden - was aber keine Schande ist, da es sich ja um eine reine Fantasie-Sprache handelt. Diesen Sachverhalt hat nach der Begrüßung durch unseren Vorstand Albert Först unser Moderator Winfiied Bauer zum Glück gleich aufgeklärt. Nachdem wir das Paradies nun eh schon innehatten, haben wir anschließend voller Überzeugung geschwärmt „What a wonderful world" -„Wunderschön ist die Welt".
Danach schmetterten wir den Schlager „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben", bei dessen Refrain das Publikum munter mitsang. Passend zu den heißen Temperaturen am Konzert-Tag erschallte unser lachender „Sommer-Ruf" wie Fanfaren. Den Mittelteil dieses Stückes kennt sicherlich der ein oder andere Zuhörer bereits seit seiner Schulzeit. Auch beim altbekannten Schlager „Schön ist es auf der Welt zu sein" stimmte das Publikum strahlend mit ein. Beim alpenländischen „Schau ma in die Augn" konnten alle verliebt dahinschmelzen.

Die Modern Singers
sangen - wie so oft - in Englisch. Die Texte wurden den Zuhörern mittels von Tanja Hasenstab selbst geschriebenen Gedichtchen teils nachdenklich, teils amüsant präsentiert.
So ging es zunächst mit „Bridge over troubled water" über einen wilden Fluss, um dann den „König der Löwen" mit „Can you feel the love tonight" zu besuchen. Da waren die Löwen auf der Bühne los! Beim Frühlingskonzert durfte natürlich auch unser Klassiker „Die Rose" nicht fehlen, gefolgt vom „Halleluja" aus dem Film „Shrek". Wir blieben noch etwas beim Thema Filmmusik: Die Lieder „Hail holy queen" und „I will follow him" der Nonnen aus „Sinter Act" begannen sehr ruhig und getragen, um dann unerwartet richtig munter Maria und Jesus zu loben.

Die Liebe zu Franken
Ob „Die Drei von der Tankstelle" bei Ihrer Reise auch durch Franken gekommen sind, ist uns nicht bekannt. Zu wünschen wäre es ihnen ja schon, denn sonst hätten sie wirklich etwas verpasst. Wir haben aus dem Film den Ohrwurm „Ein Freund, ein guter Freund" gesungen, da auch eine gute Freundschaft etwas Wunderschönes ist.
Dann sind wir beim „Liebeslied auf Franken" so richtig voller Stolz ins Schwärmen geraten. Was wir nicht alles Tolles haben: das beste Bier und guten Wein, Bratwürste und Pressack, urige Wirtschaften, die Fränkische Schweiz, den Main, ...!
Schon während des Liedes hat uns das Publikum durch heftiges Kopf-Nicken, Applaus und Strahlen in den Gesichtern voll und ganz zugestimmt.
Fränkisch ging es weiter mit „Mei` Schatz, des is a Schlamperer". Danach durfte das musikalische Publikum wieder mitsingen. Bei unserer Franken-Hymne „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein" konnten alle nochmals ihrer großen Liebe zur Heimat Ausdruck verleihen. Dann erfreute der Chor noch mit „Wochenend und Sonnenschein".
Skandal!
Unterbrechungen beim Konzert
Mehrfach wurde das Konzert unterbrochen! Zuerst stand unerwartet ein junger Mann auf der Bühne, der unbedingt Streichhölzer brauchte. Hilfsbereit, so wie die Stackendorfer nun mal sind, wurde ewig danach gesucht ... erfolglos. Das Gute daran ist, dass nun der junge Mann aus Frust das Rauchen aufgegeben hat. Außerdem haben wir derweil viel gelernt, z.B. über die Vorteile von Haferflocken. Es wurde weiter gesungen.
Dann trat -mitten im Konzert- eine hochmotivierte Reinigungskraft ins Rampenlicht und fegte unseren Chorleiter Bernhard Stadter quasi von der Bühne. Im türkisch-fränkischen Dialekt ließ sie uns alle an ihrem Leben und Berufsleben teilhaben. Das begeisterte Publikum hatte sie sofort für sich gewinnen können. Ganz großes Theater!

Chorleiter verlässt wortlos den Saal!
Hatten die Unterbrechungen Bernhard doch so aus dem Konzept geworfen, dass er am Ende wortlos ging? Winfried lief ihm hinterher. So stand der Chor nun einsam und verlassen auf der Bühne. Oder hatten wir zu schlecht gesungen?? Verzweifelt versuchte unser Vorstand die Situation zu retten; aber Albert kann keine Witze erzählen. Das nun verwirrte Publikum wurde unruhig

Tante Trudel rettet den Abend
Gott sei Dank saß Bernhards Tante Trudel gleich in der ersten Reihe. Die kann Witze erzählen! Da bebte der Saal vor Lachen, als sie (wirklich ganz spontan!) in Ihrer mitreißenden Art Albert aus seinem Schlamassel half.

Als Bernhard und Winfried endlich doch wieder kamen, hatten sie sich gewaltig verändert. Vor allem fiel auf, dass mittlerweile Bernhards Haarwuchsmittel ungeahnten Erfolg zeigte ...
Dann mischten die beiden Alt-Rocker (Entschuldigung! Das muss natürlich „Jung-Senioren" heißen!) den Laden gewaltig auf. Beide wurden erst vor kurzem innerhalb von nur wenigen Stunden 66 Jahre jung. Grund genug für die beiden -zu unser aller Überraschung- ein Duett vorzutragen. Wer nicht zum Konzert kommen konnte, kann den Titel sicherlich erraten.
„Merci, Cherie!"

Ende gut, alles gut
Nachdem doch wieder alles unter Kontrolle gebracht wurde, gab es als Schlusslied „Merci, Cherie!" zu hören. Und als extra Zugabe zu diesem Lied verteilte unser eleganter Reinhold unter den Zuhörern -und netterweise auch im Chor- großzügig die passenden Süßigkeiten. Natürlich hatten wir auch noch eine musikalische Zugabe auf Lager.
Merci!
Der Saal war frühlingsbunt geschmückt. Das hat uns alle sehr beglückt! An Köstlichkeiten konnten wir uns laben. Danke allen, die sie zubereitet haben! All Ihr Fleißigen an Kassen, in der Küche und am Tresen, Ihr seid uns eine so große Hilfe gewesen! „Merci" den Stadters: Waltraud, Wolfgang und Thomas. Dank Euch hatten alle einen riesen Spaß! Die Tante Trudel, die ist einfach spitze. Herzlichen Dank für Deine Witze! Der Dank gilt natürlich auch wieder dem Chor. Annette Puff stach als Aushilfs-Dirigentin hervor. Voll dabei war das tolle Publikum. Danke! Euer Applaus haut uns fast um! Danke auch den Jung-Senioren. Ihr seid ein Genuss für Augen und Ohren! Ohne Bernhard gäb `s solche Abende nie. Daher für ihn das größte „MERCI"!!!
P.S.: Die Dramatik in diesem Artikel ist mit einer guten Portion Humor zu lesen!

Text: Hasenstab